Mehr Platz fürs Montessori-Kinderhaus
Johannesheim investiert 160000 Euro in Umbau des Dachgeschosses
Von Margret Sturm 20. September 2011
Meitingen; Wo früher Klosterzellen für Ordensschwestern waren, sind in den letzten drei Monaten freundliche, helle Räume für den Meitinger Montessori-Kindergarten, das „Kinderhaus“, entstanden. Seit 1989 standen die Räume im Dachgeschoss des Johannesheims leer, jetzt sind sie mit quirligem Leben erfüllt. 16 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bevölkern das Dachgeschoss, das zu diesem Zweck vom Johannesheim an den Montessori-Förderverein vermietet wird.
Bereits seit 2005 sind der Montessori-Kindergarten und die -Kinderkrippe im Johannesheim untergebracht. „Wir haben aber dringend nach weiteren Räumen für eine zweite Gruppe am Vormittag gesucht“, erläutert Natalie Moderer, Vorstandsmitglied des Montessori-Fördervereins, „immer wieder mussten wir Interessenten ablehnen.“ Umso größer war die Freude, als das Johannesheim anbot, dafür das Dach im Schloss auszubauen.
160000 Euro hat das Johannesheim als Eigentümer investiert, so Alfred Sartor, Vorsitzender des Vereins Johannesheim.
Der Montessori-Förderverein beteiligte sich mit Eigenleistungen in Form von 500 Arbeitsstunden unter der Leitung von Dr. Stefan Priller. „Und der Markt Meitingen gewährte ein Darlehen von 70000 Euro, das in den ersten fünf Jahren zinslos ist“, so Bürgermeister Dr. Michael Higl.
Die Tilgung werde, solange der Montessori-Kindergarten drin ist oder die Räume für einen anderen offiziellen Zweck des Marktes Meitingen genutzt werden, dem Johannesheim erlassen. „Eine echte Gemeinschaftsleistung also“, betont Sartor.
Während der westliche Teil von den Montessori-Kindern belegt wird, stehen dem Johannesheim im südöstlichen Teil des neu ausgebauten Dachgeschosses eine kleine Wohnung und ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung.
Neue Räume auch für die Senioren
Die Verwendung steht noch nicht fest, aber Heimleiter Stefan Poothemans und Alfred Sartor sind sich sicher, dass damit das Seniorenheim noch attraktiver wird. Sartor: „Man könnte die Wohnung beispielsweise für Betreutes Wohnen nutzen.“ Damit nicht genug sollen künftig auch die gemeinsamen Aktivitäten von Johannesheim und Montessori-Kindergarten ausgeweitet werden.
Beide zusammen bilden schon seit einigen Jahren ein Mehrgenerationenhaus, in dem Alt und Jung einiges zusammen machen, vom Backen bis zum Mittagessen. Kinderhausleiterin Susanne Sirsch: „Als nächstes sollen gemeinsame Ausflüge stattfinden, zum Beispiel in den Zoo.“